Liebe Gäste !

Im Obefrankenlied, das man als Hymne dieses Teiles von Franken bezeichnen könnte, gibt es auch eine Strophe über Aschbach:

Dort im Westen liegt der schöne Steigerwald,

mitten drin Markt Aschbach 1000 Jahre alt,

noch ewig jung wird es auch fortbestehen                         

weil wir treu verbunden zu der Heimat stehen.

In dieser Strophe wird die Liebe zur Heimat ausgedrückt. Das ist es was die Franken , insbesondere die Aschbacher, auszeichnet. Eine fest verwurzelte Liebe zur Heimat, die zudem nicht nur schön und sehenswert ist, sondern sich auch liebreich darstellt.

Neben der tief verwurzelten Tradition (1000 Jahre alt) lässt sich dennoch die moderne Zeit mit all ihren Erscheinungen nicht aufhalten.

In Aschbach harmonieren neben Zeugen der Historie auch die Zeugen der modernen Industrie.

Aschbach ist ein Ort, der vieles für Freizeit und Erholung bietet.

 

Die Geschichte Aschbachs:

Diese ist eng verbunden mit der Geschichte des Schlosses und der jeweiligen Herrscherfamilie. Die Geschichte des Schlosses sowie der Freiherren von Pölnitz können Sie in einem eigenen Kapitel nachlesen.

Aschbach hat seine Besiedlung in der Jungsteinzeit erlebt und ist seitdem immer ein besiedeltes Gebiet gewesen.

Die erste urkundliche Erwähnung Aschbachs findet am 01. Mai 1136 statt, als die Witwe Gudrun Fuchs von Bimbach Aschbach eine Kapelle stiftete und eine Pfarre einrichtete. Mit dieser Urkunde wurde Aschbach auch aus der Mutterpfarrei Burghaslach ausgegliedert und zu einer eigenen Pfarrei erhoben. Die gestiftete Kapelle ist das heutige Prespyterium der evangelischen Kirche, die 1736 das barocke Langhaus dazu bekam. Hier ist auch das Epitaph der Witwe anzusehen, sowie eine Nachschrift der in deutsch und lateinisch abgefassten Stiftungsurkunde. Seit dieser Zeit, bis 1920, wurde die Kirche simultan genutzt. Zu diesen Zeitpunkt bauten die Katholiken eine eigene Kirche.

Bis 1942 existierte in Aschbach auch eine Israelitische Kultusgemeinde mit eigener  Synagoge, Schule und Friedhof. Die Synagoge konnte in der berüchtigten Reichskristallnacht nicht niedergebrannt werden, da sonst ganz Aschbach mit abgebrannt wäre.

Der jüdische Friedhof ist heute noch an den christlichen Friedhof angegliedert.

 

Das Schloss

der Freiherren von Pölnitz lehnt an einem Berghang und trohnt somit über Aschbach. Die Anlage umfasst einen Gebäudekomplex mit verschiedenen Höfen, Wohngebäuden, Stallungen und Scheunen. Das Schloss, schon vor dem 30jährigen Krieg (1618 - 1648) im Besitz eines Zweiges der Familie, brannte fast völlig ab. Die damaligen Besitzer, deren letzter Spross bei Kampfhandlungen ums Leben kam, verkauften dann den Besitz an den General Hieronymus Christoph Freiherr von Pölnitz, der während des Krieges von Kaiser Leopold I, zusammen mit seinem Bruder, in den Freiherrenstand erhoben worden war. Dieser, ein sehr aktiver, allseits geachteter Mann ging daran, das Schloss wieder aufzubauen.

Durch die Tatsache, dass vom Jahr 1674 an lückenlos, bis zum heutigen Tag, alle Gutsrechnungen in gebundener Form vorhanden sind, ist es möglich, die Entstehungsgeschichte der verschiedenen Gebäudeteile mit genauen Datum zu verfolgen.

Schon 1677 finden sich die ältesten Einträge über die Bauarbeiten. Unter Einbeziehung stehen gebliebener Fundamente und Mauern wurde das Schloss mit Felsensteinen in einer ersten Bauphase wieder errichtet, und zwar mit einem zweistöckigen Gebäude.

Damals waren Arbeitskräfte rar. So musste man zum Teil auf "Fremdarbeiter" zurückgreifen, beispielsweise auf Tiroler, die im wesentlichen als Maurer und Dachdecker arbeiteten. Man errichtete eine große steinerne Treppe am Hauptportal, über deren Portal man ein Wappen anbrachte (siehe Bild unten), welches am 3. August 1679 mit vier Pferden aus Bamberg nach Aschbach gebracht wurde. Dort ist auch eine Inschrift enthalten, die auf den Neuerbauer des Schlosses hinweist. Schon 1681 wurde der große Nordflügel errichtet und dabei ein früheres Bauernhaus und eine Stallung mit einbezogen.

Nun musste der Südteil des Schlosses mit dem neu erbauten Nordteil verbunden werden. Dieser Abschnitt war schließlich 1692 beendet. Erst im Jahre 1714 ging man dann an die Verschönerung und an die Modernisierung. Zur Beratung jener Innenausstattung wurde Pater Loyson herangezogen, der das Bauwesen für den Kurfürsten Franz von Schönborn leitete und gerade in Pommersfelden tätig war.

Der damalige Schlossherr, Marquard Karl Christoph Freiherr von Pölnitz hatte von 1727 bis 1724 das Amt des Ritterhauptmanns des Kanton "Gebürg" inne. In der damaligen Zeit war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation aufgeteilt, unter anderem in Herzog- und Fürstentümer. Lediglich in Franken gab es eine Organisation die das Land, ähnlich wie noch heute in der Schweiz, in Kantone aufteilte.

1884, welches aufgefunden Jahreszahlen auf Ziegeln beweisen, wurden die letzten Bauarbeiten am Schloss durchgeführt.

1976 wurde das Schloss von Grund auf restauriert. Noch heute leben in dem Schloss die Freiherren von Pölnitz. 

Sehenswürdigkeiten

Evangelische Kirche

Altarraum erbaut 1136, Langhaus 1736. Besonders Sehenswert ist der Flügelaltar um 1520 aus der "Riemenschneiderschule".

Katholische Kirche

Erbaut von 1920 bis 1922. Der barocke Hochaltar wurde um 1700 von G.B. Brenno geschaffen und stand früher in einer Nebenkapelle der Abteikirche Ebrach.

 

Kriegerdenkmal

Am 16. Juni 1963 wurde das Denkmal, geschaffen vom Bildhauer Hermann Leitherer aus Bamberg, eingeweiht.

Das Motiv des Ehrenmals zeigt Jesus der Petrus aus den Fluten rettet.